Kewi
Das Netzwerk für
kooperative Ernährungswirtschaft
in der Region Freiburg
Ein starkes Netzwerk für eine resiliente, kooperative Ernährungswirtschaft in der Region Freiburg
KEWI vernetzt kooperative Unternehmen der Ernährungswirtschaft, um die regionale Versorgung resilienter, fairer und nachhaltiger zu machen. Wir sind ein regionales Bündnis aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Systemdienstleistern, das gemeinsam an konkreten Lösungen arbeitet – bei unseren Angeboten, in der Logistik, als Beratung oder bei der politischen Interessenvertretung.
Für Endverbraucher:innen öffnet sich dadurch ein direkter Zugang zu einer Gemeinschaft, die Verantwortung für ihre Nahrung teilt. Für Politik und Beratung bieten wir gebündelte Expertise, um kooperative Wirtschaftsformen zu fördern.
Wir wünschen die Bereitstellung von Flächen für einen gemeinschaftlich genutzten Verteilpunkt in jedem Stadtviertel.
Wir wünschen die Unterstützung der Stadt bei Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Verteilpunkte, Depots und Orte des Wandels
Hier ist ein Karte mit den Verteilpunkten, Depots der Solawis und weitere Orte des Wandels im Raum Freiburg. Bestimmt ist in dem Netzwerk auch ein Verteilpunkt in deiner Nähe. Dort kommen wöchentlich deine frischen Lebensmittel hin und stehen für dich zum Abholen bereit.
Luzernenhof
Piluweri
Backhaus der Vielfalt
FoodCoop L13
TEIKEI Agora
St. Ferment Kombucha
Glaskiste
Lebensgarten Dreisamtal e.V.
Gartencoop
Aktuelle Veranstaltungen
Monatliche TEIKEI Ernteverteilung – April 2026 (Region Freiburg)
Die monatliche TEIKEI Ernteverteilung verbindet Gemeinschaften, Abholorte in und um Freiburg mit Höfen im Süden.Die Abholungen erfolgen über bestehende Abholorte in der Region und werden gemeinschaftlich organisiert. Auf der Gemeinschaftskarte siehst Du alle Orte, an denen die Abholung im Februar sowie in den Folgemonaten bis Juni stattfindet oder stattfinden kann. Über den Saisonkalender 2026 erhältst […]
3. Grundkurs Gärtnerische Sommerarbeiten: Pflanzungen, Pflege, Bewässerung
Auch für diesen Kurs sollten Gartenhandschuhe- und -kleidung mitgebracht werden. Der Mai ist Pflanzzeit. Von der Pflanzbeetvorbereitung geht es zum Setzen der Jungpflanzen in passenden Abständen. Überlegungen zu Beetorganisation und Mischkultur werden nochmals mit Praxisbezug besprochen und angewandt. Das Thema Bewässerung wird zum Sommer immer wichtiger, aber auch bei der Pflanzung ist schon manches zu bedenken. […]
Monatliche TEIKEI Ernteverteilung – Mai 2026 (Region Freiburg)
Die monatliche TEIKEI Ernteverteilung verbindet Gemeinschaften, Abholorte in und um Freiburg mit Höfen im Süden.Die Abholungen erfolgen über bestehende Abholorte in der Region und werden gemeinschaftlich organisiert. Auf der Gemeinschaftskarte siehst Du alle Orte, an denen die Abholung im Februar sowie in den Folgemonaten bis Juni stattfindet oder stattfinden kann. Über den Saisonkalender 2026 erhältst […]
Infoveranstaltung zur Piluweri eG
Wir zeigen euch, was gerade bei uns in der Gärtnerei los ist und informieren über das Wachstum der Piluweri eG. Seit fast 30 Jahren steht Piluweri für leidenschaftlichen biodynamischen Gemüsebau, samenfeste Sortenvielfalt und regionale Frische. Nun schlagen wir ein neues Kapitel auf: Um den Fortbestand unserer Gärtnerei langfristig zu sichern und den anstehenden Generationenwechsel gemeinschaftlich […]
Tag der offenen Tür am Schafhof
Wir Schafhofbäuer*innen arbeiten im Kollektiv und bewirtschaften unsere Wiesen, Weiden und Wälder ökologisch. Ziel unserer kleinbäuerlichen Landwirtschaft ist der wertschätzende Umgang mit Tier und Natur sowie die Erzeugung von gesunden, schmackhaften Lebensmittel. Wir stellen uns vor am Tag der offenen Tür. Unsere leckeren Produkte gibt es ganzjährig im kleinen Hofladen & im Selbstbedienungslädle bei den […]
Monatliche TEIKEI Ernteverteilung – Juni 2026 (Region Freiburg)
Die monatliche TEIKEI Ernteverteilung verbindet Gemeinschaften, Abholorte in und um Freiburg mit Höfen im Süden.Die Abholungen erfolgen über bestehende Abholorte in der Region und werden gemeinschaftlich organisiert. Auf der Gemeinschaftskarte siehst Du alle Orte, an denen die Abholung im Februar sowie in den Folgemonaten bis Juni stattfindet oder stattfinden kann. Über den Saisonkalender 2026 erhältst […]
AgriKultur Festival 2026
Willkommen beim AgriKultur Festival – dem Treffpunkt für alle, die aktiv die Ernährungswende vorantreiben. Hier fördern wir nicht nur den Austausch, sondern schaffen Raum für Informationen, gemeinsames Erleben und aktive Teilnahme an der Gestaltung unseres Ernährungssystems. Gemeinsam die Ernährungswende regional antreiben, um global zu wirken. Wir wollen alle die schon dabei sind und alle die es […]
4. Mitten im Sommer der Jahreszeit voraus: Lager- und Wintergemüse sowie Saatgutgewinnung
Es lohnt sich, frühzeitig an den Herbst, Winter und das nächste Jahr zu denken. Wir wollen uns in diesem Kurs damit beschäftigen, was im Sommer noch alles gesät und gepflanzt werden kann, um im Herbst und Winter davon zu ernten. Es soll außerdem über Erntetechniken und -zeitpunkte für verschiedene Gemüsearten, ihre richtige Lagerung und Konservierungsmethoden […]
Häufige Fragen zum KEWI
Was bedeutet KEWI?
KEWI steht für Kooperative Ernährungswirtschaft.
Unter einer kooperativen Ernährungswirtschaft verstehen wir eine Form des Wirtschaftens, bei der Erzeuger:innen (z.B. Landwirt:innen), Verarbeiter:innen, Händler:innen und Verbraucher:innen eng zusammenarbeiten.
Die Kernprinzipien sind:
- Zusammenarbeit statt Konkurrenz: Alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette stimmen sich ab, um gemeinsam nachhaltige Lösungen zu finden.
- Gemeinsame Verantwortung: Risiken und Kosten, aber auch die Ernte und der Erfolg, werden geteilt (ähnlich dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft oder gemeinschaftsgetragener Modelle).
- Regionale Verankerung: Der Fokus liegt auf kurzen Wegen, regionaler Wertschöpfung und einer direkten Beziehung zwischen Produktion und Konsum.
Kurz gesagt: KEWI ist ein Ansatz, um unsere Ernährung regionaler, fairer, krisenfester und nachhaltiger zu gestalten, indem wir sie gemeinsam organisieren.
Was genau ist eine Solawi?
Solawi steht für „Solidarische Landwirtschaft“. In Freiburg und Umgebung schließen sich dabei Haushalte mit einem Hof zusammen. Du kaufst nicht das einzelne Gemüse, sondern finanzierst den Anbau für ein ganzes Jahr. Dafür erhältst du wöchentlich deinen Anteil an der Ernte – krumme Gurken inklusive! Es geht um gegenseitiges Vertrauen und Unabhängigkeit von Marktpreisen.
Sind das alles Solawis (Solidarische Landwirtschaften)?
Jein. Der Kern unseres Netzwerks ist der gemeinschaftsgetragene Gedanke. Viele Betriebe hier sind klassische Solawis: Du zahlst einen festen Beitrag und bekommst einen Teil der Ernte. Aber das Netzwerk wächst: Wir haben auch Manufakturen (wie Bäckereien oder Fermenter), die nach dem gleichen Prinzip arbeiten, und Partner-Läden (wie Unverpackt-Läden), die den fairen Handel unterstützen, aber meist ohne Abo-Pflicht für alle Produkte funktionieren.
Muss ich immer ein festes Abo abschließen?
Das kommt auf den Betrieb an:
Bei Solawis & Manufakturen (CSX): Ja, hier schließt du meist eine Mitgliedschaft für ein Jahr (manchmal auch monatlich) ab. Das gibt den Erzeugern Planungssicherheit.
Bei Versorgern & Läden (z.B. Glaskiste): Nein, hier kannst du oft ganz normal einkaufen – spontan und bedarfsgerecht.
Gibt es hier nur Gemüse?
ange Zeit war das so, aber Freiburg ist vielfältig! Inzwischen findest du im Ernährungsnetzwerk auch:
Frisches Brot und Backwaren
Verarbeitete Produkte wie Kimchi, Kombucha oder Käse
Trockensortiment (Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte)
Milchprodukte und Fleisch (je nach Hof) Schau einfach in die Detailbeschreibungen der jeweiligen Initiative.
Wie finde ich einen Verteilpunkt in meiner Nähe?
Auf unserer Karte oben siehst du alle Depots der Solawi Freiburg Netzwerke. Klicke einfach auf einen Pin in deiner Nachbarschaft (z.B. Wiehre, Stühlinger oder Vauban). Dort siehst du, welcher Hof diesen Punkt beliefert und ob es aktuell freie Plätze gibt.
Was kostet ein Ernteanteil?
Das ist bei jedem Hof unterschiedlich. Viele Solawis in Freiburg nutzen ein „Bietverfahren“. Das bedeutet: Man sagt, wie viel man zahlen kann. Wer mehr hat, gibt mehr, wer weniger hat, gibt weniger. So wird gute Ernährung für alle in Freiburg möglich.
Muss ich auf dem Acker mithelfen?
Bei den meisten Höfen ist das keine Pflicht, aber oft gern gesehen! Es gibt Aktionstage, bei denen man gemeinsam Ernten oder Pflanzen kann. Das stärkt die Gemeinschaft und den Bezug zu deinem Essen.
Ist das teurer als im Supermarkt?
Der Vergleich hinkt oft. Im Supermarkt zahlt die Natur und oft der Erzeuger den Preis für billige Lebensmittel. Im Ernährungsnetzwerk zahlst du den realen Preis, der nötig ist, um nachhaltig und fair zu wirtschaften.
Der Vorteil: Du bekommst oft frischere, nährstoffreichere Qualität (Bio/Demeter) und unterstützt die lokale Wirtschaft.
Solidarisch: Viele Solawis nutzen „Bieterrunden“, bei denen Menschen mit mehr Geld etwas mehr zahlen, um Menschen mit wenig Geld den Einstieg zu ermöglichen.
Was bedeutet eigentlich „CSX“ oder „gemeinschaftsgetragen“?
Die Abkürzung CSX steht für Community Supported Everything. Es ist die Weiterentwicklung der Solidarischen Landwirtschaft (CSA). Der Grundgedanke ist immer gleich: Prosumer statt Konsument. Wir kaufen den Betrieben nicht einfach nur ein fertiges Produkt ab, sondern wir finanzieren gemeinsam die Herstellung. Dadurch wird der Erzeuger unabhängig von Marktdruck und Preisschwankungen. Ob Gemüse (Solawi), Brot (Bäckerei) oder Fermente (Manufaktur) – wir tragen die Verantwortung gemeinsam.
Was heißt „sich das Risiko teilen“?
In der konventionellen Wirtschaft trägt der Produzent das volle Risiko: Ein Hagelschauer oder ein schlechter Sommer kann die Existenz eines Hofes bedrohen. In unseren gemeinschaftsgetragenen Betrieben tragen wir das Risiko zusammen. Fällt eine Ernte kleiner aus, bekommen alle etwas weniger. Ist die Ernte riesig, haben wir alle Überfluss. Das schafft echte Existenzsicherheit für diejenigen, die unsere Lebensmittel herstellen.
Konkurrieren die Betriebe im Netzwerk nicht untereinander?
Nein, im Gegenteil! Unser Netzwerk basiert auf Kooperation statt Konkurrenz. Viele Betriebe arbeiten zusammen: Vielleicht findest du das Brot der einen Solawi-Bäckerei im Regal der Glaskiste, oder das Gemüse eines Hofes wird von St. Ferment verarbeitet. Wir verstehen uns als ein vielfältiges Ökosystem, in dem es darum geht, die Region Freiburg insgesamt nachhaltig zu ernähren – da ist Platz für viele Ansätze.
Ich möchte selbst eine Initiative gründen – hilft mir das Netzwerk?
Unbedingt! Das Ernährungsnetzwerk Freiburg lebt vom Austausch. Wir wollen nicht nur eine Liste von Betrieben sein, sondern Wissen teilen. Wenn du eine Idee für eine Solawi, eine Food-Coop oder eine Manufaktur hast, nimm Kontakt auf. Oft können bestehende Betriebe Tipps geben, wie man Hürden bei der Gründung überwindet.