Logo für KEWI (Kooperative Ernährungswirtschaft), ein abstraktes Dreieck aus verflochtenen Schleifen in Grün, Blau und Goldbraun, mit einem grünen Spross in der Mitte.
Logo für KEWI (Kooperative Ernährungswirtschaft), ein abstraktes Dreieck aus verflochtenen Schleifen in Grün, Blau und Goldbraun, mit einem grünen Spross in der Mitte.

Kewi

Kooperative Ernährungswirtschaft

Kewi
Das Netzwerk für
kooperative Ernährungs­wirtschaft
in der Region Freiburg

Ein starkes Netzwerk für kooperative Ernährungs­wirtschaft in der Region Freiburg

KEWI vernetzt kooperative Unternehmen der Ernährungswirtschaft, damit Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel die Versorgung in der Region gemeinsam tragen. Wir sind ein regionales Bündnis aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Systemdienstleistern, das gemeinsam an konkreten Lösungen arbeitet –  bei unseren Angeboten, in der Logistik, als Beratung oder bei der politischen Interessenvertretung.

Für Endverbraucher:innen öffnet sich dadurch ein direkter Zugang zu einer Gemeinschaft, die Verantwortung für ihre Nahrung teilt. Für Politik und Beratung bieten wir gebündelte Expertise, um kooperative Wirtschaftsformen zu fördern.

Was wir gemeinsam bewegen

Regionale Versorgung

Menschen

werden aktuell durch unsere 3.015 aktiven Mitgliedschaften versorgt.

Direkte Beschäftigung

Arbeitsplätze

schaffen wir aktuell als bezahlte Jobs direkt in den Betrieben unseres Netzwerks.

Regionale Wertschöpfung

Mio. Euro

erwirtschaften unsere Netzwerkbetriebe als Jahresumsatz für die lokale Wirtschaft.

Die Verteilpunkte, Depots und Betriebe 

Hier ist eine Karte mit den Verteilpunkten, Depots der Solawis und weiteren Betrieben im Raum Freiburg. Bestimmt ist in dem Netzwerk auch ein Verteilpunkt in deiner Nähe. Dort kommen wöchentlich deine frischen Lebensmittel hin und stehen für dich zum Abholen bereit.

Aktuelle Veranstaltungen

30 Okt.

Mitgärtnern

09 – 13 Uhr

Mitgärtnern im Lebensgarten Dreisamtal am 30. Oktober 2026, 9 bis 13 Uhr, auf dem Gemüseacker.

03 Nov.

Mitgliederversammlung

19:30 – 21 Uhr

Mitgliederversammlung Lebensgarten am 3. November 2026, 19:30 bis 21 Uhr, Talvogtei in Kirchzarten.

05 Nov.

Fit für Solawi: Lean-Farming – Tipps aus der Praxis

19 – 21 Uhr Online Event

Lean-Farming Solawi, Online-Seminar am 5. November 2026, 19 bis 21 Uhr, mit Klaus Strüber.

11 Nov.

Potentialentfaltung in Gemeinschaft

19 – 21 Uhr Online Event

Potentialentfaltung in Gemeinschaft, Online-Videokonferenz am 11. November 2026, 19 bis 21 Uhr, mit Gerald Hüther.

18 Nov.

Kulturland Info-Abend am 18. November 2026

19 – 21 Uhr Online Event

Kulturland Info-Abend am 18. November 2026, online von 19 bis 21 Uhr. Webinar der Kulturland eG, ein Gast stellt ein aktuelles Landkaufprojekt vor.

20 Nov.

Anders ackern für die Zukunft – SoLaWis als Lernorte stärken

18 – 21 Uhr + Sa., 21.11.: 10 – 20:30 Uhr + So., 22.11.: 09:30 – 14:30 Uhr Frankfurt am Main, Im Bärengarten 5

SoLaWis als Lernorte stärken: Seminar vom 20. bis 22. November 2026 bei der SoLaWi Die Kooperative in Frankfurt am Main.

21 Nov.

Kombucha & Gemüse Basis-Workshop

14 – 16 Uhr Freiburg-Wiehre, Urachstraße 3

Kombucha Workshop Freiburg am 21. November 2026, 14 bis 16 Uhr, im BrauAtelier in Freiburg-Wiehre.

26 Nov.

Community supported agriculture – An economic model for sustainable farms

Online Event

Community supported agriculture am 26. und 27. November 2026, online, Vorträge aus Juchowo. Teilnahme kostenlos.

27 Nov.

Kombucha & Gemüse Basis-Workshop

14 – 16 Uhr Freiburg-Wiehre, Urachstraße 3

Kombucha Workshop Freiburg am 27. November 2026, 14 bis 16 Uhr, im BrauAtelier in Freiburg-Wiehre.

20 Feb.

Fermentieren mit Lotte

10 – 12:30 Uhr Müllheim-Hügelheim, Am Stockacker 1

Fermentieren mit Lotte am 20. Februar 2027, 10 bis 12:30 Uhr, in der Gärtnerei Piluweri in Müllheim-Hügelheim.

Unsere Wünsche an System­dienstleister

Wir wünschen die Bereitstellung von Flächen für einen gemeinschaftlich genutzten Verteilpunkt in jedem Stadtviertel.

w

Wir wünschen die Unterstützung der Stadt bei Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit

Häufige Fragen zum KEWI

Was bedeutet KEWI?

KEWI steht für Kooperative Ernährungswirtschaft.

Unter einer kooperativen Ernährungswirtschaft verstehen wir eine Form des Wirtschaftens, bei der Erzeuger:innen (z.B. Landwirt:innen), Verarbeiter:innen, Händler:innen und Verbraucher:innen eng zusammenarbeiten.

Die Kernprinzipien sind:

  • Zusammenarbeit statt Konkurrenz: Alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette stimmen sich ab, mit dem Ziel, gemeinsam Lösungen für Anbau, Verarbeitung, Handel und Verbrauch zu finden.
  • Gemeinsame Verantwortung: Risiken und Kosten, aber auch die Ernte und der Erfolg, werden geteilt (ähnlich dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft oder gemeinschaftsgetragener Modelle).
  • Regionale Verankerung: Der Fokus liegt auf kurzen Wegen, regionaler Wertschöpfung und einer direkten Beziehung zwischen Produktion und Konsum.

Kurz gesagt: KEWI ist ein Ansatz mit dem Ziel, Erzeugung, Verarbeitung und Verbrauch in der Region gemeinsam zu organisieren – über kurze Wege und geteilte Verantwortung für Kosten und Ernte.

Was genau ist eine Solawi?

Solawi steht für „Solidarische Landwirtschaft“. In Freiburg und Umgebung schließen sich dabei Haushalte mit einem Hof zusammen. Du kaufst nicht das einzelne Gemüse, sondern finanzierst den Anbau für ein ganzes Jahr. Dafür erhältst du wöchentlich deinen Anteil an der Ernte – krumme Gurken inklusive! Es geht um gegenseitiges Vertrauen und Unabhängigkeit von Marktpreisen.

Sind das alles Solawis (Solidarische Landwirtschaften)?

Jein. Der Kern unseres Netzwerks ist der gemeinschaftsgetragene Gedanke. Viele Betriebe hier sind klassische Solawis: Du zahlst einen festen Beitrag und bekommst einen Teil der Ernte. Aber das Netzwerk wächst: Wir haben auch Manufakturen (wie Bäckereien oder Fermenter), die nach dem gleichen Prinzip arbeiten, und Partner-Läden (wie Unverpackt-Läden), die mit den Betrieben im Netzwerk zusammenarbeiten, aber meist ohne Abo-Pflicht für alle Produkte funktionieren.

Muss ich immer ein festes Abo abschließen?

Das kommt auf den Betrieb an:

Bei Solawis & Manufakturen (CSX): Ja, hier schließt du meist eine Mitgliedschaft für ein Jahr (manchmal auch monatlich) ab. Das gibt den Erzeugern Planungssicherheit.

Bei Versorgern & Läden (z.B. Glaskiste): Nein, hier kannst du oft ganz normal einkaufen – spontan und bedarfsgerecht.

Gibt es hier nur Gemüse?

ange Zeit war das so, aber Freiburg ist vielfältig! Inzwischen findest du im Ernährungsnetzwerk auch:

Frisches Brot und Backwaren

Verarbeitete Produkte wie Kimchi, Kombucha oder Käse

Trockensortiment (Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte)

Milchprodukte und Fleisch (je nach Hof) Schau einfach in die Detailbeschreibungen der jeweiligen Initiative.

Wie finde ich einen Verteilpunkt in meiner Nähe?

Auf unserer Karte oben siehst du alle Depots der Solawi Freiburg Netzwerke. Klicke einfach auf einen Pin in deiner Nachbarschaft (z.B. Wiehre, Stühlinger oder Vauban). Dort siehst du, welcher Hof diesen Punkt beliefert und ob es aktuell freie Plätze gibt.

Was kostet ein Ernteanteil?

Das ist bei jedem Hof unterschiedlich. Viele Solawis in Freiburg nutzen ein „Bietverfahren“. Das bedeutet: Man sagt, wie viel man zahlen kann. Wer mehr hat, gibt mehr, wer weniger hat, gibt weniger. So wird gute Ernährung für alle in Freiburg möglich.

Muss ich auf dem Acker mithelfen?

Bei den meisten Höfen ist das keine Pflicht, aber oft gern gesehen! Es gibt Aktionstage, bei denen man gemeinsam Ernten oder Pflanzen kann. Das stärkt die Gemeinschaft und den Bezug zu deinem Essen.

Ist das teurer als im Supermarkt?

Der Vergleich hinkt oft. Im Supermarkt deckt der Preis oft nicht die Kosten der Erzeuger:innen. Niedrige Verkaufspreise sparen die Kosten für die Aufbereitung von nitratbelastetem Grundwasser und den Bodenschutz aus – gleichzeitig decken sie oft nicht einmal die Betriebsausgaben der Höfe. Im Ernährungsnetzwerk zahlst du den realen Preis, der nötig ist, um Anbau und Betrieb zu tragen.

Der Vorteil: Die Lebensmittel legen kurze Wege zurück, und dein Beitrag bleibt bei den Betrieben in der Region.

Solidarisch: Viele Solawis nutzen „Bieterrunden“, bei denen Menschen mit mehr Geld etwas mehr zahlen, um Menschen mit wenig Geld den Einstieg zu ermöglichen.

Was bedeutet eigentlich „CSX“ oder „gemeinschaftsgetragen“?

Die Abkürzung CSX steht für Community Supported Everything. Es ist die Weiterentwicklung der Solidarischen Landwirtschaft (CSA). Der Grundgedanke ist immer gleich: Prosumer statt Konsument. Wir kaufen den Betrieben nicht einfach nur ein fertiges Produkt ab, sondern wir finanzieren gemeinsam die Herstellung. Dadurch wird der Erzeuger unabhängig von Marktdruck und Preisschwankungen. Ob Gemüse (Solawi), Brot (Bäckerei) oder Fermente (Manufaktur) – wir tragen die Verantwortung gemeinsam.

Was heißt „sich das Risiko teilen“?

In der konventionellen Wirtschaft trägt der Produzent das volle Risiko: Ein Hagelschauer oder ein schlechter Sommer kann die Existenz eines Hofes bedrohen. In unseren gemeinschaftsgetragenen Betrieben tragen wir das Risiko zusammen. Fällt eine Ernte kleiner aus, bekommen alle etwas weniger. Ist die Ernte riesig, haben wir alle Überfluss. Das schafft echte Existenzsicherheit für diejenigen, die unsere Lebensmittel herstellen.

Konkurrieren die Betriebe im Netzwerk nicht untereinander?

Nein, im Gegenteil! Unser Netzwerk basiert auf Kooperation statt Konkurrenz. Viele Betriebe arbeiten zusammen: Vielleicht findest du das Brot der einen Solawi-Bäckerei im Regal der Glaskiste, oder das Gemüse eines Hofes wird von St. Ferment verarbeitet. Wir verstehen uns als ein vielfältiges Ökosystem, in dem es darum geht, die Region Freiburg gemeinsam zu versorgen – da ist Platz für viele Ansätze.

Ich möchte selbst eine Initiative gründen – hilft mir das Netzwerk?

Unbedingt! Das Ernährungsnetzwerk Freiburg lebt vom Austausch. Wir wollen nicht nur eine Liste von Betrieben sein, sondern Wissen teilen. Wenn du eine Idee für eine Solawi, eine Food-Coop oder eine Manufaktur hast, nimm Kontakt auf. Oft können bestehende Betriebe Tipps geben, wie man Hürden bei der Gründung überwindet.